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Hallo.
Bei meinem Dragster 200 hatte ich noch nie ein gutes Gefühl in Kurven. Jetzt sind gut 1000 Kilometer drauf, und er ist unfahrbar. Zuerst fiel mir in den lwtzten Wochen auf dass der Lenker flattert wenn ich in langsame Kurven eigüngebogen bin und dabei bremste. Das wurde immer schlimmer und heute passiert das in allen Kurven wenn der Belag nicht Top war. Hab mal das Vorderrad zwischen die Beine geklemmt und den Lenker bewegt - das Teil läßtt sich enorm weit bewegen! An den Lenkerenden an die 25 Zentimeter jeweils! Was ist da los? Ist das bekannt, wie kann ich das beheben?
Danke,
HP
Hallo,
das ist bekannt das Problem. Bei YouTube gibt es einiges zu sehen darüber. Es ist wohl ein Problem einer Hülse.
Reklamieren.
Grüße
Danke für Deine Antwort.
Leider ist mein Dragster über der Garantiezeit. Muss ihn erst zum Händler bringen. Der hat mir aber schon am Telefon eklärt dass mein Dragster nicht zu der ersten Serie gehört, die diese Problem hatten. Wenns aber wirklich diese Lenksäule ist wird die Rep. rd. 900€ kosten. Ein Roller mit 1100 Kilometern auf der Uhr. Das wäre ja ein Wahnsinn. Wollte mir den 300er in den nächsten Wochen bestellen, aber das hake ich dann wohl ab.
Da würde mich zu dem Thema auch interessieren obs da nicht upgrade teile auf dem Markt gibt, vielleicht einen verstärkte version 🧐 mein 200 hat über 8000km drauf, da macht sich das flattern auch langsam wieder bemerkbar
@klonoa ich würde es trotzdem mit einer Reklamation probieren.
Nach 1000km das ist keine Laufzeit. Du hast den Roller also länger als zwei Jahre?
Ja, habe den Roller rd 3 Jahre. Hab schon eine Antwort von meinem Händler. Das übliche Teil ist wohl schuld. Kulanzpreis 500€ für die Rep. Bei gut 1000 Kilometer Spazierfahrt ist dieser Defekt, der ja auf einen Fertigungsfehler (Serienfehler) zurückzuführen ist traurig. Schade. Wollte mir den 300er zulegen, aber ist hinfällig. Ich werde das Teil losweden und mich nach was anderem umschauen. Habe keine Lust dieses Lenkungsteil regelmäßig tauschen zu lassen.
Ich muss den Roller erst abholen. Soweit ich es verstanden habe wurde dieses komplette Lenkgestänge getauscht, also diese schwarze Gestänge-Gedöns. War woh eine Menge Arbeit. Bin aus Ö, der Händler ist in Graz.
Ja, das Lenkgestänge war die Ursache. Genau der Fehler den angeblich nur die ersten 200 Stück hatten. Meiner ist Nr. 6xx. Natürlich KEIN Serienfehler....wie üblich. 500€ Kulanzrep. Den 300er hol ich mir definitiv nicht. Werde das Ding verkaufen. Mit dieser Marke bin ich durch.
…und da bin ich wieder. Nun hat auch das getauschte Teil wohl den selben Fehler. Genau das selbe Problem, unglaublich. Nur 500 km drauf gefahren, also 1600km bis jetzt. Hat da evtl jemand eine Lösung dafür? Nachdem es Italjet ja nicht schafft? Ein Armutsteugnis..
@spritti Nö, nicht wirklich. Also vorne hab ichs weicher gestellt, aber hat mit dem enormen Spiel ja nichts zu tun?
@klonoa ich hab beim hinteren Federbein die Feder bis auf 2 cm Gewinde aufgemacht, da hinten so gut wie gar nix federt mit der original Einstellung, viel zu hart. Dadurch wurde bei mir das Lenkerflattern viel besser. Ich kann meine Reifen seither bis zur Kante rausfahren.
Hallo zusammen,
habe mich auch intensiv mit dem Lenkerspiel und der brutal harten Federung an meinem 125er Dragster beschäftigt. Das Spiel war schon im Neuzustand vorhanden, der Händler wollte nix machen mit dem Argument, Italjet reagiere erst, wenn die Lenkung beim Bremsen aus hohem Tempo anfängt zu schlagen. Mittlerweile ist die Garantie abgelaufen.
Klemmt man das Vorderrad zwischen die Beine, wackelt mit der einen Hand am Lenker und fühlt mit der anderen Hand an der dicken Hülse am Lenkgestänge über dem Vorderrad unter der Frontverkleidung, dann erkennt man, dass das Spiel im Wesentlichen dort stattfindet. Eingebaut ist die modifizierte Lenkung mit der Passfeder in der Lenkeraufnahme oben.
Zwar ist das Spiel kaum spürbar, vervielfacht sich aber durch den langen Hebel des Lenkers.
Die ganze Lenkmechanik ist in 10 Minuten ausgebaut, keine Ahnung warum die Händler so ein Gedönse darum machen. In der Hülse stecken zwei Kugellager, die sich beim Lenken aber so gut wie garnicht drehen, sie dienen nur der Entspannung des Lenkstrangs. Ich habe verschiedene Versuche mit spielfreien Spindellagern, Schrägrollenlagern und zuletzt vollkugeligen Rillenkugellagern gemacht. Zusätzlich habe ich versucht, die Lager etwas vorzuspannen, um das Lagerspiel herauszunehmen. Gebracht hat das nur wenig.
Blockiert man die Lager in der Hülse, ist das Spiel weg, aber die Lenkung wird zu schwergängig zum Fahren. Die einige Lösung wären m. E. Kegelrollenlager, aber die gibt es nicht in der notwendigen Größe.
Letztendlich handelt es sich bei der Lenkung um einen Konstruktionsfehler, entwickeln die anderen Lenkungskomponenten wie das Kardangelenk und diverse Bolzen auch noch Spiel, wird es immer schlimmer. Ich habe mich nun damit abgefunden, solange das Spiel beim Fahren nicht auffällig wird. Die Lenkung ist konstruktionsbedingt etwas träge, aber der Geradeauslauf und das Kurvenverhalten okay, solange der Reifendruck stimmt. Besser fühlt es sich an, wenn man den Roller weniger über den Lenker und mehr mit dem Hintern, also über Gewichtsimpulse lenkt.
Bin allerdings sehr gespannt, was passiert, wenn ein HU-Prüfer auf die Idee kommt, am Lenker zu wackeln, mit dem Argument, dass das bei fast allen Dragstern so ist, wird er sich kaum zufrieden geben. Dann wird es schwierig, weil es keine Lösung für das Problem gibt.
Dass Italjet uns mit dem Problem so alleine lässt, ist - gelinde gesagt - nicht in Ordnung, man sollte einen kostengünstigen Reparatursatz anbieten und nicht noch mit dem peinlichen Konstruktionsversagen ein Geschäft machen. Die Lenkung auszutauschen ist wirklich lächerlich wenig Arbeit.
Mehr Erfolg hatte ich bei dem knochenharten Federbein hinten. Ich habe einfach eine weichere Feder eingebaut, zwar immer noch keine Sänfte, aber ganz erheblich besser. Die Feder hat die Bezeichnung YSS 46-45-160-140, Hersteller Nr. 46I45-60S140B5X.
Einfach Federvorspannung herauszunehmen, macht das Federbein nicht weicher, verändert nur den Einfederweg, wenn man drauf sitzt. Sinkt die Federung durch das Fahrergewicht mehr ein, verändern sich dadurch Fahrwerksdaten in Richtung besserer Geradeauslauf, aber trägeres Lenkverhalten. Mit dem Luftdruck im Federbein zu experimentieren bringt auch etwas, aber nur wenig. Man braucht dazu eine spezielle Luftpumpe, die Mountainbiker haben meist so etwas.
Der Dragster ist eben eher ein Showroller mit interessanten Konstruktionsmerkmalen, aber kein sonderlich alltagstaugliches Fahrzeug, eher etwas fürs Auge und den Spieltrieb. Ich benutze ihn zum Einkaufen oder für kleine Spritztouren, geht es weiter weg, fahre ich lieber KTM oder BMW.
Vielleicht hat doch noch einer eine Idee, wie man das Problem lösen könnte, ich würde mich über einen Austausch freuen. Dann wäre auch wieder mehr los in diesem Forum.
Grüße aus dem sonnigen München
Klaus
Ach, das hatte ich noch vergessen. Baut man den Radträger für das Vorderrad aus, findet man zwei versteckte Madenschrauben. Mit einer der beiden kann man das Spiel am Radträger einstellen. Falls es ab Werk zu locker war, reduziert Nachstellen das Lenkspiel, löst aber nicht das Problem des Lagerspiels in der Hülse im Lenkgestänge. Bitte nachstellen mit etwas Gewindekleber, damit sich die Madenschraube nicht erneut verstellt. Nachdem diese mit ihrer Spitze wohl in einer Führung gleitet und somit verschleißt, lohnt es sich, immer mal wieder zu prüfen, ob wieder nachgestellt werden muss.
Die alten Dragster kamen wohl ohne die Hülse mit den Lagern zur Entspannung des Lenkstrangs aus, da scheint es das Problem noch gegeben zu haben. Somit eine konstruktive Verschlimmbesserung, echt peinlich für Italjet..